Dienstag, 3. Juni 2008

Ruby meets Smalltalk

Avi Bryant , der Autor des Smalltalk Webframework Seaside, hat dieses Wochenende an der RailsConf 2008 MagLev vorgestellt, eine VirtualMachine für Ruby. Gemstone, die Firma hinter MagLev, hat schon jahrzentelange Erfahrung mit Smalltalk VMs und hat dieses Knowhow nun für Ruby umgemünzt. Anders ist auch kaum zu erklären wie sie in so kurzer Zeit, die Rede ist von 3 Monaten, eine eigene VM auf die Beine stellen konnten.

Erste Demos und Vergleiche mit MRI scheinen den alten Intepreter schlicht und einfach stehen zu lassen, MagLev soll je nach Benchmarktest zwischen 6 und 111 mal schneller sein.
Allzu oft haben wir schon gehört, dass eigentlich nichts dagegenspricht, dass Ruby so schnell wie Smalltalk sein könnte. MagLev hat nun offenbar den Beweis angetreten.

Noch ist MagLev nicht fähig Rails laufen zu lassen, aber Avi Bryant scheint keine Zweifel daran zu haben, dass auch dies in Kürze erreicht werden kann.

Die Kehrseite an der neuen VM ist wohl, dass sie nicht OpenSource sein wird. Der Ruby Sourcecode wird zwar öffentlich sein, der C Code für den Compiler wird aber geschlossen bleiben. Voraussichtlich wird es verschiedene Lizenzen je nach Grösse und Umfang geben. Ist zu hoffen, dass MagLev auch in einer Version für kleinere Budgets zu haben ist. Denn viel wird genau davon abhängen, ob sich MagLev in der Rails Community durchsetzten kann.

Update: Der erste Teil von Avi's Präsentation:
MagLev presentation at RailsConf 2008 - part 1 from Monty Williams on Vimeo.

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